Du begleitest Menschen mit sexuellen Schwierigkeiten – oder möchtest es künftig tun? In 90 Minuten zeigt Dir Robert A. Coordes, wie die Beziehungsdynamische Sexualtherapie ein sexuelles Symptom versteht: nicht nur als Defekt, der weg soll, sondern als Botschaft, die gehört werden will.
Mit Robert A. Coordes
Gründer und Leiter des Instituts für Beziehungsdynamik
Aus dem Praxisalltag
„Ich habe alles ausprobiert: Beckenboden, Atemübungen, Sensate Focus.“
„Körperlich ist alles in Ordnung, sagt die Ärztin. Warum klappt es trotzdem nicht?“
„Ich will doch eigentlich. Und je mehr ich will, desto weniger geht.“
Typische Sätze aus Erstgesprächen, sinngemäß.
Übungsprogramme wie die von Masters und Johnson haben ihren Wert. Sie verbessern die Körperwahrnehmung und können Druck nehmen. Meist gehen sie aber still davon aus, dass das Symptom ein Defekt ist, der behoben werden soll.
Wenn die Übungen nicht wirken, erleben Klient:innen das als weiteres Scheitern. Der Leistungsdruck steigt – und mit ihm genau die Anspannung, die das Problem verstärkt. Für Dich als Begleiter:in heißt das: Mehr vom Gleichen hilft hier selten weiter.
45,7 %der Frauen hatten in den letzten 12 Monaten mindestens ein sexuelles Problem.
33,4 %der Männer ebenso.
Quelle: Studie „Gesundheit und Sexualität in Deutschland“ (GeSiD), Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Briken et al. 2020. Trotzdem kommt Sexualität in vielen therapeutischen und beraterischen Ausbildungen kaum vor.
Der Perspektivwechsel
In der Beziehungsdynamischen Sexualtherapie fragen wir zusätzlich: Was drückt das Symptom aus? Und wovor schützt es möglicherweise? Beide Blickwinkel schließen sich nicht aus. Aber erst der zweite öffnet oft einen Weg aus dem Kreislauf von Druck und Scheitern.
Das Symptom ist ein Defekt, ein Hindernis, etwas, das weg soll.
Typische Antwort: Übungen, Kontrolle, Leistung verbessern.
Das Symptom ist auch ein Ausdruck, ein Schutz, ein Hinweis auf Verborgenes.
Typische Fragen: Was sagt das Nein? Wovor schützt es? Was will gesehen werden?
Fiktives Fallbeispiel
Der Versuch. David, 41, verliert beim Sex immer wieder die Erektion. Ärztlich ist alles abgeklärt, er übt Beckenboden. Es passiert trotzdem. Mira fragt sich, ob es an ihr liegt.
Das Verstehen. In der Therapie wird spürbar: David passt sich seit Jahren an und erlaubt sich keinen Ärger. Im Bett, wo er „funktionieren“ soll, sagt sein Körper das Nein, das er selbst nicht ausspricht.
Der andere Zugang. David beginnt, Ärger und Wünsche auszusprechen. Mira erlebt ihn wieder als Gegenüber. „Klappt es diesmal?“ verliert an Gewicht. Neu ist die Frage: „Was wollen wir eigentlich miteinander?“
Eine solche Deutung ist keine Formel, die auf alle passt. Körperliche Ursachen sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Das Programm
01
Was sexuelle Schwierigkeiten für Selbstwert, Beziehung und das Erleben von Nähe bedeuten.
02
Was Übungsprogramme leisten, wo ihre Grenzen liegen und warum „Funktionieren-Wollen“ das Problem verstärken kann.
03
Wovor ein sexuelles Symptom schützen kann und was es ausdrückt, das auf anderem Weg nicht gesagt werden darf.
04
Wie wir tabuisierte Wünsche, Gefühle und Schattenanteile behutsam zugänglich machen – ohne sie zu bewerten.
Für wen
als Psychotherapeut:in, Ärzt:in, Heilpraktiker:in, Berater:in oder Coach und bei sexuellen Themen an Grenzen kommst.
in Paar- und Sexualtherapie und vorher erleben möchtest, ob unser Ansatz und unsere Haltung zu Dir passen.
und sexuelle Schwierigkeiten bei Dir oder in Deiner Beziehung besser verstehen möchtest – allein oder als Paar.

Mittwoch, 2. Dezember 2026 · 18:30 Uhr · live via Zoom
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Dein Referent
Diplom-Psychologe, Sexual- und Paartherapeut, Körperpsychotherapeut und Autor
Robert A. Coordes hat das Institut für Beziehungsdynamik 2006 in Berlin gegründet und leitet seit 2012 die Aus- und Weiterbildung in Beziehungsdynamischer Paar- und Sexualtherapie. Er lehrt an Universitäten wie der Freien Universität Berlin sowie an systemischen Ausbildungsinstituten. 2023 erschien sein Buch „Lust statt Frust“ bei Goldmann.
2006Institut gegründet
2012erste Ausbildung
knapp 1.000ausgebildete Menschen
Mehr über unseren Ansatz: Die Beziehungsdynamische Paar- und Sexualtherapie
20 Jahre Institut für Beziehungsdynamik
Seit 2006 begleiten wir in Berlin Menschen bei Fragen rund um Beziehung und Sexualität, seit 2012 bilden wir Fachleute aus. Zum Jubiläum stellen wir unsere Arbeit in kostenfreien Online-Workshops vor – damit Du uns kennenlernen kannst, bevor Du Dich für irgendetwas entscheidest.
Nein. Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich – ein Angebot zum 20-jährigen Jubiläum des Instituts.
Nein. Die Impulse zur Selbstreflexion sind nur für Dich. Fragen kannst Du allgemein stellen, und Deine Kamera darf ausgeschaltet bleiben.
Nein. Therapeutische oder beraterische Erfahrung ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.
Nein. Er dient der Information und Selbsterfahrung und ersetzt weder eine Therapie noch eine ärztliche Abklärung. Wenn Du Dir Begleitung wünschst, findest Du Informationen zur Sexualtherapie am Institut.
Direkt nach Deiner Anmeldung per E-Mail. Schau bitte auch im Spam- oder Werbe-Ordner nach, falls die Mail nicht gleich ankommt.
Auf unserer Terminseite findest Du alle Ausbildungsstarts. Zu unserem Jubiläum gelten bis 31.12.2026 besondere Konditionen für die Online- und die Kompaktausbildung. Katrin von Dewitz aus dem Ausbildungsbüro berät Dich gern.
Kostenfreier Online-Workshop mit Robert A. Coordes · Mittwoch, 2. Dezember 2026, 18:30 Uhr · ca. 90 Minuten · live via Zoom
Fragen vorab? Katrin aus dem Ausbildungsbüro erreichst Du unter 030 6162 4710 oder per WhatsApp.
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