Hier wird das fünfte Seminar unserer zweijährigen Weiterbildung in Beziehungsdynamischer Paartherapie und Sexualtherapie beschrieben. Es ist nicht möglich, dieses Seminar separat zu buchen, denn es ist Teil eines geschlossenen Ausbildungsdurchgangs.
Seit 2012 bilden wir am Institut für Beziehungsdynamik Therapeut*innen fort und weiter. Alle Infos zu unseren Weiterbildungen finden sich hier auf unserer Website. Gerne können Sie bei Fragen auch Kontakt zu uns aufnehmen.
Lernen Sie in diesem Seminar sexuelle Schattenseiten bis hin zu partnerschaftlichen Grausamkeiten kennen. Auf der Wanderung vom Wir zum Ich lernen wir, was abhängige Bindungen bedeuten und worin die Gründe für Lustlosigkeit liegen können. Thematisiert werden auch emotionale Zwickmühlen und Sackgassen, ebenso wie die Sexualität als Auffangbecken unbewusster Beziehungskonflikte.
Selbstverständlich vermitteln wir in diesem Seminar unsere Beziehungsdynamische Perspektive und besonders, wie wir in der Beziehungsdynamischen Paartherapie und Sexualtherapie das Erstgespräch führen und gestalten. Hierbei geht es uns im Erstgespräch zunächst darum, den verbalen Auftrag an uns und den sexual- oder paartherapeutischen Prozess zu erfragen und zu explorieren. Daneben gibt es aber auch einen nonverbalen Auftrag, für den wir in diesem Seminar sensibilisieren wollen. Für uns gilt es, auch im Erstgespräch bereits hilfreiche Informationen aufgrund der sich uns zeigenden Beziehungsdynamik zu gewinnen.
Carl Gustav Jungs Konzepte von Persona und Schatten sind grundlegende Elemente seiner Theorie der Analytischen Psychologie und repräsentieren zwei gegensätzliche Aspekte der menschlichen Persönlichkeit.
Die Persona ist die „Maske“ oder das öffentliche Gesicht, das ein Individuum der Welt präsentiert. Sie umfasst:
Der Schatten hingegen repräsentiert:
Der Schatten entwickelt sich parallel zur Persona, fast wie ihr Negativ. Während die Persona verkörpert, was eine Person sein oder erscheinen möchte, enthält der Schatten das, was sie ablehnt oder zu verbergen versucht.
Diese beiden Konzepte stehen in einer dynamischen Beziehung zueinander:
Jung betonte die Wichtigkeit, sowohl die Persona als auch den Schatten zu erkennen und zu integrieren:
Das Verständnis und die Arbeit mit diesen Konzepten ist ein wesentlicher Bestandteil der Jungianischen Psychotherapie und Selbstentwicklungspraktiken. Das Ziel ist nicht, den Schatten oder die Persona zu eliminieren, sondern ein harmonisches Gleichgewicht zwischen diesen Aspekten der Persönlichkeit zu erreichen.
Sexuelle Unlust ist weit verbreitet, besonders in Langzeitbeziehungen schläft zumeist irgendwann die sexuelle Leidenschaft ein. Schätzungen zufolge sind etwa 30-40% der Frauen im Laufe ihres Lebens von sexueller Unlust betroffen. Man spricht von sexueller Unlust, wenn das sexuelle Interesse abnimmt. Dazu können auch Orgasmus- und Erregungsprobleme sowie Schmerzen beim Sex gehören.
In diesem Seminar geht es um die paardynamische Perspektive auf sexuelle Unlust.
In der Psychologie, insbesondere in der Paartherapie, bezeichnet Kollusion ein oft unbewusstes Zusammenspiel verschiedener Interessen in der Gestaltung von Beziehungen. Dieses Konzept wurde von Henry Dicks eingeführt und von Jürg Willi auf Familien-, Arbeits- und Therapiebeziehungen erweitert.
Das Konzept der Kollusion nach Jürg Willi beschreibt ein unbewusstes Zusammenspiel zwischen Partnern in einer Beziehung, das auf einem gemeinsamen, unbewältigten Grundkonflikt basiert. Hier sind die Hauptaspekte:
Das Kollusionskonzept hat sich seit seiner Einführung 1975 als einflussreich und dauerhaft relevant in der Paartherapie erwiesen
Im siebten Seminar unserer Ausbildung in Beziehungsdynamischer Paartherapie und Beziehungstherapie stellen wir Methoden und Perspektiven zum Umgang mit Eifersucht in Einzel- und Paartherapie vor.
Unser Ziel ist es, dass Eifersucht als Entwicklungsmöglichkeit wahrgenommen und genutzt werden kann.
Die entsprechenden Beziehungsdynamischen Herangehensweisen können von den Teilnehmer*innen in ihrer eigenen sexualtherapeutischen oder paartherapeutischen Praxis leicht eingesetzt und umgesetzt werden.