Welche Möglichkeiten bieten sich nach einer Aus- und Weiterbildung in Sexualtherapie?

Berufschancen Sexualtherapie

Wir am Berliner Institut für Beziehungsdynamik bilden seit vielen Jahren Paartherapeut*innen und Sexualtherapeut*innen aus und weiter. Unsere Angebote in Präsenz oder auch Online finden Sie hier auf unserer Website.

Einleitung Berufschancen Sexualtherapie

Sexualtherapie ist ein aufstrebendes Fachgebiet mit wachsendem gesellschaftlichen Bedarf. Immer mehr Menschen suchen professionelle Unterstützung bei Fragen zu Sexualität, Partnerschaft und sexueller Gesundheit. Doch welche Karrierewege und Berufschancen stehen nach einer Sexualtherapie-Ausbildung bei uns am Institut für Beziehungsdynamik offen? In diesem Beitrag beleuchten wir die vielseitigen beruflichen Möglichkeiten und geben wertvolle Tipps für den erfolgreichen Berufseinstieg.

Berufschancen in der Sexualtherapie

Selbstständigkeit als Sexualtherapeut*in

Eine eigene Praxis zu eröffnen ist für viele Absolventinnen der Sexualtherapie-Ausbildung ein lohnender Schritt. Selbstständige Sexualtherapeutinnen bieten Einzel- und Paartherapien an und unterstützen ihre Klient*innen bei Herausforderungen wie sexuellen Funktionsstörungen, Identitätsfragen oder Kommunikationsproblemen in der Partnerschaft.

Vorteile der Selbstständigkeit:

  • Hohe Flexibilität und individuelle Gestaltung der Arbeitszeiten
  • Direkte Einflussnahme auf Therapiekonzepte und Methoden
  • Potenzial für ein lukratives persönliches und berufliches Wachstum und Einkommen

Herausforderungen:

  • Aufbau eines Klient*innenstamms
  • Notwendigkeit von Marketing und Praxismanagement
  • Administrative Aufgaben und rechtliche Aspekte

Die überwiegende Anzahl unserer  Teilnehmer*innen zeigt die Motivation, im Anschluss an einer unserer Ausbildungen eine selbstständige Praxis zu begründen. Dafür ist allerdings mehr notwendig, als an unserer Ausbildung in Sexualtherapie teilzunehmen.

Sexualtherapie Anstellung

Anstellung in Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen

Neben der Selbstständigkeit gibt es auch die Möglichkeit, als Sexualtherapeutin in Beratungszentren, Kliniken oder sozialen Einrichtungen zu arbeiten. Hier werden Klientinnen in einem interdisziplinären Team betreut, oft in Zusammenarbeit mit Psychologinnen, Ärztinnen und Sozialarbeiter*innen.

Mögliche Arbeitsfelder:

  • Familien- und Paarberatungsstellen
  • Gesundheitszentren und Kliniken
  • Einrichtungen für sexuelle Bildung und Aufklärung

Diese Anstellung bietet finanzielle Sicherheit und Zugang zu Supervision sowie Weiterbildungsmöglichkeiten.

Sexualtherapeutisches Coaching und Workshops

Ein weiterer Karriereweg ist das Coaching im Bereich Sexualität und Beziehungen. Sexualcoaches helfen Einzelpersonen oder Paaren, ihre sexuellen Herausforderungen zu bewältigen und persönliches Wachstum zu fördern.

Typische Angebote von Sexualcoaches:

  • Einzel- und Gruppen-Coachings
  • Workshops und Seminare zu Themen wie sexuelle Kommunikation und Intimität
  • Online-Kurse und digitale Beratungsangebote

Da Online-Coaching immer populärer wird, bietet dieser Bereich viele flexible Arbeitsmöglichkeiten. Viele unserer Teilnehmer*innen bieten Workshops oder Gruppen für spezielle Zielgruppen an.

Wie viel verdient ein Sexualtherapeut?

Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird, ist die Frage, wie viel man eigentlich als Sexualtherapeut*in verdient. Wichtig ist: Der Verdienst sollte niemals die einzige Grundlage dafür sein, sich für diesen Beruf zu entscheiden. Im Bereich Sexualtherapie zählt die eigene Motivation, denn es gibt sicherlich Bereiche, in denen man leichter Geld verdienen kann. Sexualtherapeut*innen haben üblichweise mit sehr bewegenden und berührenden Menschen und ihren Schicksalen zu tun.

Doch zurück zur Frage:

Wie viel verdient ein Sexualtherapeut/ eine Sexualtherapeutin?

Das Einkommen eines Sexualtherapeuten hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Qualifikation, Berufserfahrung, Arbeitsumfeld und geografische Lage.

Verdienstmöglichkeiten in der Selbstständigkeit

Selbstständige Sexualtherapeut*innen haben die Möglichkeit, ihr Einkommen durch Sitzungsgebühren und zusätzliche Angebote wie Workshops oder Online-Kurse zu steigern. In Deutschland liegt der durchschnittliche Honorarsatz für eine Sitzung (50–60 Minuten) zwischen 80 und 150 Euro. Hier gibt es starke regionale Unterschiede – es ist zu empfehlen, die Preise und Honorakosten in der eigenen Region zu vergleichen.

Ein monatliches Einkommen kann stark variieren, abhängig von der Anzahl der Klient*innen und der Stunden, die pro Woche gearbeitet werden. Bei 20 Sitzungen pro Woche zu einem durchschnittlichen Stundensatz von 100 Euro ergibt sich ein Bruttoeinkommen von ca. 8.000 Euro im Monat. Allerdings müssen hiervon Praxis- und Marketingkosten sowie Steuern abgezogen werden. Zudem ist es sicherlich alles andere als einfach für eine*n Anfänger*in, 20 Stunden in der Woche durchzuhalten.

Verdienst als Angestellte*r in Beratungsstellen oder Kliniken

In Beratungsstellen oder sozialen Einrichtungen hängt das Gehalt von Tarifverträgen und der Art der Anstellung ab. In Deutschland bewegt sich das Bruttojahresgehalt für angestellte Sexualtherapeut*innen in einem Bereich von 40.000 bis 60.000 Euro.

In Kliniken oder spezialisierten Beratungszentren mit langjähriger Erfahrung und Zusatzqualifikationen kann das Gehalt auch über 70.000 Euro steigen.

Einflussfaktoren auf das Gehalt

  • Regionale Unterschiede: In Großstädten sind Honorare und Gehälter tendenziell höher als in ländlichen Gebieten.
  • Weiterbildungen und Spezialisierungen: Zusatzqualifikationen in Paartherapie oder Traumatherapie können höhere Honorare ermöglichen.

Vorsicht Verwechlungsgefahr: Unterschied zwischen Sexualpädagogik und Sexualtherapie

Viele Menschen gehen davon aus, dass wir als Sexualtherapeut*innen Menschen Hinweise und Tipps geben oder Jugendliche empowern, um sie in ihrer sexuellen Selbstwerdung zu unterstützen. Aber: Sexualtherapie und Sexualpädagogik sind zwei vollkommen unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Sexualität, die sich in ihren Zielen, Zielgruppen und Methoden unterscheiden:

Sexualtherapie

  • Fokussiert auf die Behandlung sexueller Probleme und Störungen bei Erwachsenen1.
  • Arbeitet oft im 1:1-Setting oder mit Paaren.
  • Beschäftigt sich mit der Sozialisation und den Schattenaspekten der inneren Wirklichkeit (weiteres dazu)
  • Zielt darauf ab, das eigene Handeln und Erleben besser zu verstehen und aus bisherigen Verhaltensmustern auszusteigen.
  • Geht tiefer in emotionale Themen und bearbeitet psychisches Leiden (weiteres dazu).

Sexualpädagogik

  • Richtet sich vorwiegend an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
  • Vermittelt Wissen über körperliche Entwicklung, Liebe, Gefühle, Fortpflanzung und Sexualität.
  • Zielt darauf ab, die Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung zu unterstützen.
  • Fördert Selbstbewusstsein, Kontaktfähigkeit und Verantwortlichkeit.
  • Arbeitet oft in Gruppen, z.B. in Schulen oder Jugendeinrichtungen.

Beide Bereiche

  • Beschäftigen sich mit menschlicher Sexualität.
  • Streben eine positive Beeinflussung der sexuellen Entwicklung an.
  • Beinhalten psychoedukative Aspekte und vermitteln Werthaltungen.

Während Sexualtherapie eher auf die Behandlung bestehender Probleme abzielt, konzentriert sich Sexualpädagogik auf Prävention, Aufklärung und die Förderung einer gesunden sexuellen Entwicklung.

Aus- und Weiterbildungen am Institut für Beziehungsdynamik

Wir bieten seit 2012 Aus- und Weiterbildungen in Paartherapie und Sexualtherapie an. In den Jahren unserer Schwerpunktarbeit mit sexuellen und partnerschaftlichen Schwierigkeiten haben wir die Beziehungsdynamische Paar- und Sexualtherapie, unseren sexual- und paartherapeutischen Ansatz entwickelt. In den Jahren unserer Ausbildungstätigkeit haben wir unzählige unserer Absolvent*innen in Richtung einer beruflichen Existenz begleitet.

Berufsperspektive Sexualtherapie

Tipps für den erfolgreichen Berufseinstieg

Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Ihre Berufschancen in er Sexualtherapie liegen, empfehlen wir Ihnen, sich bei einem vertrauenswürdigen und professionellen Coach unterstützen zu lassen. Hier einige zusätzliche Hinweise für einen erfolgreichen Beruseinstieg. 

Fundierte Ausbildung und Weiterbildung

Ein qualifizierter Abschluss in Sexualtherapie ist die Basis für eine erfolgreiche Karriere. Zusätzliche Weiterbildungen, z. B. in Paartherapie oder Traumatherapie, können die Berufschancen erhöhen.

Netzwerken und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Der Austausch mit anderen Fachkräften und die Teilnahme an Konferenzen oder Fachgruppen können wertvolle berufliche Chancen eröffnen. Kooperationen mit Ärztinnen oder Psychologinnen können zudem neue Klient*innen bringen.

Supervision und Selbsterfahrung

Regelmäßige Supervision und persönliche Reflexion sind entscheidend, um langfristig erfolgreich und professionell zu arbeiten.#

Berufschancen als Sexualtherapeut*in

Persönliche Entwicklung

in wohl keinem anderen Feld kann man sich persönlich weiterentwickeln wie als Sexualtherapeut*in.

Wir am Institut für Beziehungsdynamik legen einen zentralen Fokus auf Selbsterfahrung, denn wir glauben daran, dass damit auch die Chance auf beruflichen Erfolg steigt. Sollten Sie sich für unsere sexualtherapeutische Ausbildung interessieren, dann finden Sie hier nähere Infos.

Fazit

Die Karrierechancen in der Sexualtherapie sind vielfältig und hängen stark von der individuellen Spezialisierung und der beruflichen Ausrichtung ab. Ob in eigener Praxis, in einer Beratungsstelle oder als Coach – die Nachfrage nach qualifizierter Sexualtherapie steigt stetig. Wer sich gezielt weiterbildet, professionell auftritt und ein starkes Netzwerk aufbaut, kann in diesem spannenden Berufsfeld langfristig erfolgreich sein.